Das Neuromedizin-Konzept ist ein offenes, ganzheitliches, patientenzentriertes Konzept einer gezielten und dosierten Kombinationsbehandlung, bestehend aus Manualtherapie, PNF, Kinästhesie (Bewegungsempfinden) und Visualisierungen.
Man kann zwischen einer medikamentösen, psychologischen, operativen und physiotherapeutischen Schmerztherapie unterscheiden.
Das was Schmerzphysiotherapeuten können, können nur Schmerzphysiotherapeuten! Der Schmerzphysiotherapeut versucht, der Vielschichtigkeit von chronischen Schmerzen gerecht zu werden, ohne in diffuse Polypragmasie (Versuch einer Behandlung mit einer Vielzahl unterschiedlicher Medikamenten und/oder Therapien) auszuarten.
Kinästhesie: Bewegungsempfindungen, Bewegungssinn, die Fähigkeit, Lage und Bewegungsrichtung von Körperteilen zueinander und in Bezug zur Umwelt unbewusst reflektorisch zu kontrollieren und zu steuern.
PNF: propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation und bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers.
Manualtherapie: ist die Behandlung mit den Händen. Diese Methode spezialisiert sich auf die Untersuchung und Behandlung von Störungen im Bereich des Bewegungsapparates. Häufig treten starke Schmerzen durch Blockierungen von Wirbel-Gelenken auf, die meist auf Haltungsschäden zurückzuführen sind.
Bei einer Manualtherapie wird eine Verschiebung an den Gelenken der Wirbelsäule vorgenommen. Sie dient der Korrektur von Wirbelfehlstellungen oder der Entlastung eingeklemmter Nerven. Die Manualtherapie ist wissenschaftlich anerkannt. Sie sollte jedoch nur von Ärzten und ausgebildeten Therapeuten ausgeführt werden, da ein einziger falscher Griff zu schweren Schäden an der Wirbelsäule und in schlimmen Fällen auch zu Lähmungserscheinungen führen kann.
Visualisierungen: Visualisierung als „geistige Projektion“ von verschiedenen Meditationsübung. Die Konzentrationsfähigkeit des Übenden wird gefördert und die Identifikation des Geistes mit der Vorstellung eines eigenständig existierenden unabhängigen Ichs.
Durch die neuromedizinischen Techniken ist es nicht immer möglich, den Schmerz zu beseitigen. Aber oft gelingt es, ihn doch auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, zu zentralisieren und zeitlich zu limitieren. Außerdem werden eine Vielzahl von Gewebe- und Organfunktionen optimiert, das Körperbewusstsein wird geschult, der Medikamentenverzehr wird eingeschränkt, operative Eingriffe können sogar überflüssig werden, und nicht zuletzt findet eine - meist nonverbale - "kleine Psychotherapie" statt.
„Man muss lernen, den Schmerz zu verstehen, dann kann man ihn auch helfen!“
Zitat von R.Dittel
Besonders möchten wir uns bei Reinhard Dittel, dem Begründer des Neuromedizin-Konzeptes, bedanken. Denn ohne ihn wären wir jetzt nicht das was wir sind, bzw. immer noch werden.